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  VORAUSSETZUNGEN

  • Das vollendete 16. Lebensjahr

  • Gesundheitliche Eignung

  • Bergsteigerische Grundkenntnisse, die vom jeweiligen Ortsstellen - Einsatzleiter beurteilt werden. 

  • Nachweis eines 16 stündigen Erste-Hilfe Kurses. Ein Kurzkurs, wie z.B. für den Führerschein, kann nicht anerkannt werden.

  • Nach dem Probejahr bei einer unserer 53 Ortstellen beginnen die Landeskurse

                                          Unsere Ausbildung

 

Ein Jahr Mitarbeit bei der Ortsstelle
Ein Jahr Mitarbeit bei der Ortsstelle ist notwendig, um an den Landeskursen teilnehmen zu können.


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Sommergrundkurs
Hier lernst Du alle Bergetechniken und erwirbst erweiterte Erste Hilfe Kenntnisse, die für den Einsatz im Sommer erforderlich sind.


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Wintergrundkurs
Das Ausbildungsprogramm des Wintergrundkurses baut auf das Wissen des Sommergrundkurses auf. Spezifische Schulungen in Lawinenkunde und Pistenrettung vervollständigen die Ausbildung zum fertigen Bergrettungsmann/frau.


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Vollwertiges Mitglied der Bergrettung
Nun bist Du ein umfassend ausgebildeter Bergretter. Du erhältst Deinen Dienstausweis und übernimmst dabei die Verpflichtung bei allen Einsätzen der Ortsstelle aktiv mitzuarbeiten.


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Weiterbildung / Spezialkurse
– Spezialmodule
– Einsatzleiterkurs
– Eiskurs
– Funkkurs
– Sanitätskurs
– Spezialausbildung  für      Lawinenhundeführer
– Spezialausbildung für Flugretter
– Spezialausbildung Canyoning

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Unsere Ausbildungsziele (*.pdf)

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Die Kursanmeldung ist derzeit nur über landesleitung@bergrettung-stmk.at möglich

 
Kurstermine 2017
 

Spezial-Modul: 8. bis 10. September, Klinke Hütte

Pistenretter-Modul: 15. und 16. Dezember, Galsterbergalm

Sanwartekurs: Ort und Termin werden noch bekanntgegeben

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Junge BergretterInnen im Ausbildungsstress

(Sommerkurs 2017 des Steirischen Bergrettungsdienstes)

Wie jedes Jahr fand auch heuer, in der Zeit vom 29.7. - 4.8.2017,  ein Ausbildungskurs des Steirischen Bergrettungsdienstes statt. Heuer wurde, durch die tropischen Temperaturen, den BergrettInnen das Letzte abverlangt!

Seit etlichen Jahren ist nun Gröbming das Ziel. Dort findet der, doch beachtliche, Tross ideale Voraussetzungen, nicht nur was das Quartier anbelangt, sondern auch was das Übungsgelände betrifft. Nicht zu vergessen der nahe Flughafen Niederöblarn, wo die BergretterInnen ihre Einweisung am Hubschrauber erfahren. Mit den „Öfen“ und dem nahen Klettergarten in Pürgg sind ideale Voraussetzungen gegeben, um fast 60 BergretterInnen Platz zum Üben zu bieten.

Der Weg bis zum voll ausgebildeten Bergretter ist ein beträchtlicher. Er vollzieht sich über die Dauer von mindestens 2 Jahren. Die Voraussetzungen, um in diesen Kreis zu gelangen sind beachtlich: Vollendetes 16. Lebensjahr und alpines Allroundkönnen (Skitouren, Eistouren, Klettern). Beim Klettern wird der 3.Grad im Auf- und Abstieg verlangt.

Im ersten Jahr wird mit der Ausbildung in der Ortstelle begonnen (Übungen und Ausbildung). Nach diesem "Probejahr" wird man auf Landesausbildungskurse geschickt. Im Sommergrundkurs lernt der Aspirant alle Bergetechniken und erweiterte Erste Hilfe Kenntnisse, die für den Einsatz im Sommer erforderlich sind. Das Ausbildungsprogramm des Wintergrundkurses baut auf das Wissen des Sommergrundkurses auf. Spezifische Schulungen in Lawinenkunde und Pistenrettung vervollständigen die Ausbildung zum fertigen Bergrettungsmann/frau. Danach ist man fertiger Bergretter und wird offiziell in den Dienst gestellt. Angeboten werden weiterführende Spezialausbildungen u.a.: Sommerfortbildungskurs – Winterfortbildungskurs – Einsatzleiterkurs – Eiskurs –Spezialausbildung für Lawinenhundeführer – Spezialausbildung Canyoning.

Heuer hatte das Team um Landesausbildungsleiter Andreas Steininger wieder ein umfangreiches praktisches und theoretisches Schulungsprogramm erstellt. Im Vordergrund stand neben der Vermittlung grundlegender Rettungstechniken, was Kameraden- und Selbstrettung anbelangt, auch die Vermittlung von Sanitätstechnischem Wissen. Hier zeichnet sich besonders das engagierte Ärzteteam der Bergrettung aus, das unter der Leitung von DDr. Stefan Heschl steht. Das Team ist jeden Tag von Gruppe zu Gruppe unterwegs, um direkt im Gelände mit den jungen Bergrettungsaspiranten die verschiedensten Unfälle und die damit verbundenen Verletzungsmuster, anhand praktischer Übungen, aufzuarbeiten.

Ein Tagesablauf auf einem solchen Kurs ist straff gespannt und lässt kaum Zeit zum „Ausschnaufen“. In der Zeit von 7 – 8 Uhr findet das Frühstück statt und gleich im Anschluss Vorträge, medizinischer oder technischer Natur, bis 9.30 Uhr. Danach geht es bis 17.00 Uhr ins Gelände. Nach dem Abendessen, um 18.00 Uhr, geht es in der Zeit von 19.00 bis 21.30 Uhr mit Seminaren weiter. 

Ein besonderes Highlight stellte heuer die Nachtübung dar. In der heißesten Nacht des Jahres wurde gestern (1.8.2017) diese Übung abgehalten. Aufgabe der vier verschiedenen Gruppen war es, verletzte Personen im teils steilem und schweren Gelände zu finden, medizinisch zu versorgen und ins Tal abzutransportieren. Bei Anbruch der Dunkelheit starteten die jungen Bergretterinnen und Bergretter, immer begleitet von den Ausbildern, die als Übungsbeobachter fungierten und bei Gefahr eingreifen konnten. Insgesamt zeigte sich am Übungsablauf ein gutes technisches Niveau, obwohl für viele der Anwärter dies die erste Übung in diesem Rahmen war. Um Mitternacht konnte schließlich der letzte Verletzten Darsteller dem Roten Kreuz übergeben. 

Warum tun sich das junge Menschen an, meine Frage an einen Bergretter: “Weil es nichts Schöneres gibt als die Kameradschaft innerhalb der Bergrettung, sowie die Möglichkeit Menschen in Bergnot oder aus Extremsituationen zu helfen!“ 

Denn wie heißt unser Leitspruch – Egal wann, egal wo… Wir finden einen Weg. In den Bergen kann schneller etwas passieren als denkt. Wann immer Sie Hilfe brauchen, dann holen wir sie raus – auch aus sehr schwierigem Gelände. Rund um die Uhr. Dafür stehen mehr als 1600 bestens ausgebildete BergretterInnen in der Steiermark zur Verfügung. Freiwillig und ehrenamtlich! – und immer mehr „Junge“ finden Gefallen an diesen Worten!

Fotos © Mag.Andreas Steininger